Wie wird die Operation durchgeführt?
Eine Brustverkleinerung ist kein kleiner operativer Eingriff, so dass dieser unter Vollnarkose und unter stationären Bedingungen durchgeführt wird. Meistens können die Frauen jedoch am zweiten oder dritten Tag nach Hause. Hierbei ist es jedoch notwendig, auch zuhause eine größtmögliche Schonung einzuhalten und insbesondere Aktivitäten mit den Armen auf ein Minimum zu reduzieren, da es sonst zu Wundheilungsstörungen im Nahtbereich kommen kann..
Wie viel Brust bleibt nach der Operation übrig?
Welche Größe Ihre Brust nach der Brustverkleinerung behält, hängt von Ihren persönlichen Wünschen ab und sollte natürlich außerdem zu Ihrem übrigen Körperbau passen. Genau wie bei einer Brustvergrößerung dürfen Sie selbst die Wunschgröße vor der Operation bestimmen. Hierzu sollten Sie jedoch wissen, dass nach der Operation bei starker Gewichtsabnahme auch die Brust nochmals deutlich kleiner werden kann. Umgekehrt wird jedoch durch starke Gewichtszunahme postoperativ eine verkleinerte Brust nur geringfügig wieder größer.
Brustverkleinerungen und Brustkrebs?
Es ist bekannt, dass bei extrem großen Brüsten die Routinevorsorgeuntersuchungen bezüglich Brustkrebs deutlich erschwert sind. Die Untersuchung der Brust mittels Ultraschall und Mammographie ist bei einer kleineren Brustgröße viel einfacher, sodass eventueller Brustkrebs möglicherweise früher entdeckt werden kann. Um einen bereits vorhandenen Brustkrebs nicht zu übersehen, wird das gesamte entfernte Gewebe zur Untersuchung eingeschickt. Zusätzlich würde ich empfehlen bei Frauen ab 40 oder mit einer positiven Familiengeschichte präoperativ eine Mammographie durchführen zu lassen, damit man eventuelle auffällige Herde bei der Operation gleichzeitig entfernen kann.
Brustverkleinerung und Stillen?
Dank einer modernen Operationstechnik, bei der die Brustwarze nicht von der Thoraxwand und dem Brustdrüsengewebe entfernt wird, ist es in den allermeisten Fällen noch möglich nach einer Brustverkleinerung zu stillen (bei etwa ¾ der Frauen). In einigen Fällen kann dies jedoch durch innere Narbenbildung erschwert sein oder beispielsweise nur einseitig funktionieren. Aber leider muss auch mit einem völligen Verlust der Stillfähigkeit in einigen Fällen gerechnet werden.
Welche Komplikationen können
auftreten?
Trotz unserer umfangreichen Voruntersuchungen und der
größten Sorgfalt können während oder nach der Operation vereinzelt
Komplikationen auftreten. Während der Operation bestehen wie bei jedem
chirurgischen Eingriff die allgemeinen Operationsrisiken, über die Sie
im Aufklärungsgespräch ausführlich informiert werden.
Nach der
Operation kann es zu einer Nachblutung oder Hämatombildung (Bluterguss)
kommen. Durch eine Wundinfektion kann sich die entsprechende Wundheilung
verzögern.
Wenn Narben unter Spannung stehen, so kann es zu
Störungen der Narbenbildung kommen. Daher sollten Sie unbedingt in den
ersten beiden Wochen nach der Operation den empfohlenen Spezial-BH
tragen.
In seltenen Fällen kommt es vor, dass während der OP eine
Geschwulst entdeckt wird. Dieses muss gesondert untersucht werden und
kann sich als bösartig herausstellen. Wenn dies der Fall ist, müssen
weitere Untersuchungen und ggf. eine weitere Operation durchgeführt
werden. Es müssen verschiedene Experten zu Rate gezogen werden und das
weitere Behandlungskonzept sehr individuell sorgfältig geplant werden.
Wie
lange dauert der stationäre Aufenthalt?
Je nach Art und Umfang
der Behandlung bei komplikationslosem Verlauf zwischen einem und drei
Tage.