Brustimplantate-Wechsel: Wann & warum vornehmen lassen, was ist zu beachten?

Brustimplantate wechseln

Wie lange Brustimplantate „halten“, lässt sich pauschal nur schwer beantworten. Eine gängige Faustregel besagt, dass Implantate nach etwa 15 bis 20 Jahren ausgewechselt werden, andrerseits muss ein Wechsel der Brustimplantate nicht zwingend vorgenommen werden, wenn schlicht und ergreifend keine Beschwerden vorliegen oder Patientinnen rundum glücklich sind mit ihren Implantaten.

Erfahren Sie auf den folgenden Seiten, unter welchen Umständen ein Wechsel vorgenommen werden muss, wie der Wechsel abläuft, welche Risiken darin liegen und mit welchen Kosten Sie für einen Brustimplantatwechsel rechnen müssen.
Inhaltsverzeichnis

Unter welchen Umständen ein Brustimplantatwechsel vorgenommen werden muss

Die häufigsten Gründe dafür, ein Brustimplantat austauschen zu lassen, liegen in Komplikationen, Beschwerden und Schmerzen, über die Patientinnen klagen.

Diese können unter anderem verursacht werden durch:

• eine Kapselfibrose: hierbei bildet sich eine Kollagen-reiche Kapsel aus hartem, körpereigenem Brustgewebe um das Implantat herum und verursacht durch steigenden Druck auch starke Spannungsschmerzen in den Brüsten und eine erhöhte Empfindlichkeit bei Berührungen der Brüste.

• eine Symmastie: zu große Implantate, zu weite Implantattaschen und ein zu geringer Abstand der Implantate zum Brustbein führen dazu, dass sich die Implantate vom Gewebe lösen und dadurch die Brüste in der Mitte zusammendrücken. Das Dekolleté verschwindet und die Brüste werden einer permanenten mechanischen Reibung ausgesetzt, was zu Entzündungen und Narbenbildung führen kann.

Rippling: hier schlagen Brustimplantate sichtbare und fühlbare Falten und drücken sich durch das Brustgewebe durch. Diese Falten können je nach Art der Ausprägung nur bei bestimmten Bewegungen (vor allem bei Vorbeugen) oder auch im Stehen zu sehen sein.

Double-Bubble-Deformation: Zu große/schwere Implantate finden zu wenig Halt im Brustgewebe und in den Implantathöhlen und verrutschen nach unten. So bilden sie praktisch eine zweite sichtbare Unterbrustfalte.

Bottoming Out: Auch hier verrutschen zu große Implanate aus den Implnatattaschen nach unten und bilden durch die Verschiebung des Brustvolumens eine unnatürliche untere Wölbung der Brust. Die Brustwarze wird dadurch angehoben und zeigt unnatürlich nach oben.

• Implantatriss: Auch wenn in den meisten Fällen kein großes gesundheitliches Risiko beim Riss eines Implantats und beim Austreten des Silikons besteht, weil die Abwehrreaktionen des Körpers eine Gewebekapsel um das Implantat bilden, sollte nach einem Implantatriss schnellstmöglich ein Wechsel des Implantats vorgenommen werden.

In diesen Fällen kann es sinnvoll oder sogar notwendig sein, ein Brustimplantat wechseln zu lassen. Mitunter aber könne auch bei den oben genannten Komplikationen gute Erfolge durch das Repositionieren des Brustimplantats, beispielsweise von auf den Brustmuskel (subglandulär) auf unter den Brustmuskel (submuskulär), und/oder durch die Stärkung des Brustgewebes und die Anpassung der Implantattaschen erzielt werden.

Andere Gründe, die zu einem Implantatwechsel führen können, liegen beispielsweise in einer alters- oder gewichtsbedingten Erschlaffung der Haut und des Brustgewebes. So füllen vorhandene Implantate nicht mehr die Brüste aus oder können ein Erschlaffen und Hängen nicht mehr auffangen.

In diesen Fällen sorgen neue Implantate dafür, dass die ästhetische Gesamterscheinung wieder harmonisch wirkt.

Brustimplantate wechseln wann





Nicht zuletzt wünschen sich manche Frauen nach einigen Jahren schlicht und ergreifend ein anderes Erscheinungsbild – ein volleres Dekolleté, mehr Rundungen, mehr Volumen. Auch hier ist ein Brustimplantate-Austausch häufig die Folge.

Wie wird ein Brustimplantatwechsel vorgenommen?

Der Wechsel von einem Brustimplantat oder beiden Brustimplantaten verläuft in der Regel vergleichbar zum ersten Einsetzen der Brustimplantate, nur das beim Wechsel die bereits eingesetzten Implantate natürlich davor entnommen werden müssen.

Schonende Operationstechniken, die mit minimalen Berührungen und kleinsten Schnitten auskommen, sorgen in der Regel für einen „schonenden“ Brustimplantatwechsel. Das gilt auch deshalb, weil der Chirurg, soweit möglich, versuchen wird, die neuen Implantate an den Positionen der bestehenden Implantate einzusetzen, was zusätzliche Schnitte und Narben vermeiden bzw. minimieren kann.

Will eine Patientin nicht nur einen Brustimplantatwechsel vornehmen lassen, sondern sich endgültig von Silikonimplantaten verabschieden, kann dafür die Transplantation von Eigenfett zum Aufbau von Brustvolumen vorgenommen werden.

Oder aber, es kann anstelle eines Wechsels der Brustimplantate bzw. zusätzlich dazu eine Straffung der Haut an der Brust durchgeführt werden.

Welche Schmerzen treten nach einem Brustimplantatwechsel auf?

Auch beim Wechsel von Brustimplantaten handelt es sich um eine Operation unter Vollnarkose. Entsprechend werden danach postoperative Schmerzen auftreten, die aber in der Regel nicht stärker ausfallen als jene nach der ersten Brust-OP.

Welche Risiken birgt der Wechsel von Brustimplantaten?

Ähnlich anderer Operationen kann es zu Blutungen, Schwellungen und anderen OP-typischen Komplikationen kommen. Auch kann es nach dem Einsetzen neuer Implantate zu Beschwerden wie Kapselfibrose, Rippling, etc. kommen.

Qualitativ hochwertige Implantate, eingehende vorherige Untersuchungen, höchste Hygienestandards und berührungsarme, minimal-invasive Operationstechniken senken diese Risiken jedoch erheblich.

Entstehen neue Narben bei einem Wechsel der Brustimplantate?

Wo möglich, wird der Chirurg bestehende Zugänge nutzen und damit keine neuen Schnitte und sichtbaren Narben vornehmen. Das jedoch ist nicht in allen Fällen machbar, sodass auch neue, kleinere Narben verbleiben können.

Was gilt es nach einem Brustimplantatwechsel zu beachten?

Ähnlich wie beim ersten Einsetzen von Brustimplantaten gilt auch bei einem Wechsel, sich die ersten Wochen nach dem Eingriff körperlich zu schonen, einen Kompressions-BH zu tragen und sportliche Aktivitäten, schweres Heben und ruckartige Bewegungen möglichst zu vermeiden.

So können OP-Wunden nachhaltig verheilen, sich Narbengewebe um die Implantate bilden und deren Position stabilisieren.

Wie viel kostet ein Brustimplantatwechsel?

Welche Kosten für den Austausch von Brustimplantaten anfallen, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Dazu gehören neben der Qualität der neuen Brustimplantate eben auch eventuelle zusätzliche Eingriffe (Straffung der Haut, Aufpolsterung der Haut durch das Spritzen von Eigenfett, etc.). Pauschal lässt sich die Kostenfrage bei einem Implantatwechsel also nicht seriös beantworten. Gerne jedoch bespreche ich mit Ihnen persönlich und individuell alle Details zum Thema „Kosten eines Brustimplantatwechsels“.

Was die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung angeht, kann dies nur dann möglich sein, wenn die Entnahme des bestehenden Implantats medizinisch notwendig ist. Die Kosten für das Einsetzen neuer Brustimplantate jedoch übernimmt die Krankenkasse in der Regel nicht.

Brustimplantate wechseln in München

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